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Biosphärenreservat Schaalsee
Bewahrung und Nutzung der Natur durch und für die Menschen
Der Schaalsee ist nicht nur der tiefste See in Norddeutschland, sondern auch das Kernstück des von der UNESCO anerkannten, internationalen Biosphärenreservates.
Das gesamte Schutzgebiet umfasst 309 Quadratkilometer.
Hier vereinen sich Elemente der Kulturlandschaft wie Wiesen, Weiden und Ackerland mit naturnahen Buchen- und Bruchwäldern.
Darin eingebette Moore, Seen, kleine Fließe und stehende Gewässer machen das gesamte Gebiet zu einer der wertvollsten biotop- und artenreichen Landschaften.
Eine kleine Stadt im Landkreis Nordwestmecklenburg, Gadebusch, gilt als das nordöstlichste Tor zum Biosphärenreservat Schaalsee. Eine der ältesten Ansiedlungen Mecklenburgs ist zugleich Ausgangspunkt für reizvolle Ausflüge zum Schaalsee.
Etwa 25% der Fläche des UNESCO Biosphärenreservates ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Bitte nehmen Sie hier in besonderem Maße Rücksicht auf die Natur; verlassen Sie die ausgewiesenen Wege nicht und führen Sie Ihre Hunde an der Leine.
Die überwiegend gute Wasserqualität der Seen lädt zum Baden ein. In fast allen Ortschaften am Schaalsee und den anderen Seen gibt es ausgewiesenen Bademöglichkeiten. Bitte baden Sie nur an diesen Stellen.
Aus Rücksicht auf die wertvolle Naturausstattung ist der individuelle Bootsverkehr auf eine limitierte Anzahl von registrierten Booten beschränkt. Das Einsetzen ortsfremder Boote sowie Tauchen und Surfen sind im Biosphärenreservat nicht gestattet. In Zarrentin gibt es jedoch einen Bootsverleih sowie eine Personenschifffahrt.
Das Biosphärenreservat ist ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Auch Radfahrer kommen auf ihre Kosten, sofern sie nicht durchgehend asphaltierte Radwege erwaren. Auf mehr als 180 km ausgewiesenen Rad- und Wanderwegen kann man die Region erkunden. Mehrere Aussichtstürme ermöglichen weite Blicke in die Landschaft. Bei Klocksdorf können Sie von einem Aussichtsturm das Vogelleben auf dem Röggeliner See beobachten. Oft jagt hier der Seeadler.
Hier findet der sensible Fischotter oder der Biber noch geeignete Rückzugsgebiete.
Neun Fledermausarten bietet das Schutzgebiet einen qualitativ hochwertigsten Lebensraum.
30 Fischarten, darunter die seltene Große Maräne, das Wappentier von Zarentin, tummeln sich in den Gewässern. Kleine Maräne, Schlammpeitzger, Stint, Quappe und Hasel bevölkern teilweise die Gewässer im Reservat.
Sogar eiszeitliche Kleinkrebse überlebten in den Tiefen des Schaalsees, obwohl diese Moränen, Aaalen und Quappen als Nahrungsmittel dienen.
Verschiedene Arten von Molchen und Kröten, darunter die mehr als seltene Rotbauchunke, und Frösche finden wertvolle Lebensräume in diesem Naturreservat.
Blindschleiche, Wald- und Zauneidechse kommen in einigen Habitaten vor. Ringelnatter und Kreuzotter kommen in den zahlreichen, feuchten Biotopen vor.
Der Fischreichtum kommt Seeadler, Kranich und Gänsesäger zugute. Schellente und Drosselrohrsänger ernähren sich von Spinnen und Insekten.
Ohne das Biosphärenreservat Schaalsee wären Zugvögel wie der Seeadler um überlebenswichtige Brut- und Aufzuchtplätze ärmer.
Informationen über das Schutzgebiet, Infomaterial, Wanderkarten und touristische Informationen erhalten Sie im PAHLHUUS in Zarrentin am Schaalsee.
Öffnungszeiten:
März bis November Di. - So. von 9.00 bis 17.00 Uhr.
Außerhalb der Saison nur an den Wochenenden von 10.00 bis 18.00 Uhr.
Vom PAHLHUUS aus können Sie auch mit den Rangern des Biosphärenresevates auf Exkursion gehen.
Weiterführende Informationen über den Schaalsee und sein Biosphärenreservat finden Sie auf der Webseite www.schaalsee.de
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